< Abschlussprfungen
23.06.2008 18:12 Alter: 11 Jahr(e)
Von: Matthias Joos

Auffhrung der Theater AG

Kritik zu "0013 und der Denker"

von Matthias Joos mit Bildern von Marek Oczko

Das Fazit dieser Kritik vorneweg: Was dem Zuschauer bei der Aufführung von "0013 und der Denker" geboten wurde, war schlichtweg tolles lebendiges Theater. Sage und schreibe 27 Schülerinnen und Schüler ernteten am Ende des Stücks mit einem tosenden Applaus die verdienten Früchte einer langen und anstrengenden Vorbereitung.

 






Nach dem großen Erfolg von "Total vernetzt" im letzten Jahr und den damals schwierigen Bedingungen im Multimedia-Raum, beschlossen die Leiter der Theater-AG, Gülcan Keles und Hans-Martin Vogt, die diesjährige Aufführung in die untere Aula zu verlegen.
Das Stück beginnt jedoch in der oberen Aula, nämlich mit Schülern, die nach dem Pausengong erbost das Klassenzimmer verlassen. Zum Erstaunen der Zuschauer wird lauthals über Herrn Vogt geschimpft. Wollen doch die Schüler der Theater-AG weg von dem alljährlichen Einheitsbrei hin zu einer modernen Theateraufführung mit "Äktschen". Herr Vogts simpler Kommentar, die Schüler sollten selbst ein Stück schreiben, passt diesen so gar nicht in den Kram. Der Frust weicht langsam der Idee, ein Stück zu entwerfen, das alle actiongeladenen Genres miteinander vereint. Wäre da nicht das Problem der fehlenden "professionellen" Schauspieler. Problem? Eigentlich doch nicht, schließlich sind doch genügend Zuschauer anwesend, auf die man zurückgreifen kann. Gesagt, getan. Ohne lange zu zögern befinden sich die Schauspieler in den Zuschauerrängen um die geeigneten Charaktere für die zu besetzenden Rollen zu finden...



{mospagebreak}

Durch das gekonnte Auftreten gelingt es den Schauspielern in dieser Anfangsphase, den Zuschauer in das Theaterstück einzubinden, ohne dass es diesem zunächst bewusst wird. Unsicherheit macht sich breit, als einzelne Zuschauer auf die Bühne gebeten werden. Man macht sich klein, wendet seinen Blick ab, erfindet Ausreden und ist schließlich erleichtert, als man bemerkt, dass die auserkorenen Zuschauer auf der Bühne auch zur Theater-AG gehören. Nach näherer Betrachtung der Ausgewählten kann das "Stück im Stück" beginnen: Die grusikalische Agenten-Kriminal-Komödie "0013 und der Denker".


{mospagebreak}

Mit viel Geschick und Humor entführen die Schauspieler den Zuschauer in das zwielichtige Kneipenmilieu. Die passend eingesetzten Requisiten und Kulissen tragen ihren Teil dazu bei. Messer und Pistolen werden zu alltäglichen Gegenständen, ebenso wie Sonnenbrillen und Hüte, die manches Verbrechergesicht verbergen sollen. Ganz und gar nicht in dieses dunkle Bild passt der Auftritt von "Harpunen-Max", der von der Muse der Dichtkunst geküsst wurde und nach heftigem Drängen der anderen schließlich seine Verse gesungen zum Besten gibt.




Mit einer wunderbaren Stimme und einer unglaublichen Sicherheit zieht Max Lohner den Zuschauer in seinen Bann. Sein Gesangsstück ist der Anfang von mehreren musikalischen Darbietungen, bei denen man immer wieder vergisst, dass man in einem "Schultheater" sitzt. Selbst vor den zwei Polizeibeamten auf Ganovenjagd macht die Musik keinen Halt. Mitten in die ausgelassene Stimmung platzt der Denker. Felix Kraiczek verkörpert diese Rolle perfekt. Sein Gang und seine kühle Stimme lassen keinen Zweifel an seiner Gangsterrolle.




Kaum aus dem Gefängnis entlassen schmiedet der Denker einen neuen Plan: Der alte und reiche Balduin Freiherr von Knochenstein soll ausgenommen werden. "Hackfleich-Ede" und "Chicago-Paulchen" sollen an der Ausführung des Plans maßgeblich beteiligt sein. Nafiz Söyleyen und Maik Kaden überzeugen hier durch die Darstellung der harten Verbrecher, die im Grunde doch nette und sensible Kerle sind. Der Plan des Denkers scheint aufzugehen, wäre da nicht "0013 James Siegenthaler jun." (Rudolf Antoun), der es schafft, den Denker auszutricksen und die Beute an sich zu reißen.

{mospagebreak}

Das "Stück im Stück" findet sein Ende und Herr Vogts Theaterschüler sind von den Darbietungen ihrer Zuschauer begeistert, als ihnen plötzlich auffällt, dass Siegenthaler und das Geld wirklich fehlen... Man tröstet sich mit dem Schlusslied, das von den echten Zuschauern mit kräftigem Klatschen begleitet wird.




Das Klatschen nimmt schließlich minutenlang kein Ende mehr, da der Theater-AG erneut eine tolle Aufführung gelungen ist. Erst bei anschließenden Gesprächen mit einzelnen Schauspielern erfährt man, dass nicht alles so lief, wie geplant. Dank der Fähigkeit zur Improvisation fiel dies den Zuschauern nicht auf. Das ist es, was das Schauspielern im Endeffekt ausmacht. Bravo! Weiter so! Wir freuen uns auf die nächste Aufführung!
















{mospagebreak}0013 und der Denker
Eine grusikalische Agenten- Kriminalkomödie
mit Chanson-Texten von Marcel Reber

Zum Inhalt des Stücks

Eine Schulklasse tut sich schwer mit dem Vorschlag des Lehrers für das neue Theaterstück. Aus diesem Grunde suchen sie nach einer Alternative. Getreu den TV-Vorbildern möchten auch sie einen aufmüpfigen Krimi mit viel „Ägschen“ und Nervenkitzel aufführen.
Nur die Story fehlt noch. Da kommt jemand auf die ldee, man könnte doch ,,Leute aus dem Publikum' aussuchen und dann ganz spontan mit diesen die Sache laufen lassen, einfach so und schauen, was weiter passiere, spannend werde es auf jeden Fall. Nun mischen sich die jungen Leute unter die Zuschauer und ,,suchen sich passende Typen zu einem Derrick ä la carte aus". Zwielichtige Gestalten aus
der Unterwelt, Halbweltdamen, Polizisten und weitere dienstbare Geister sowie den Geheimagenten 0013. Einem spannenden Krimi steht nun nichts mehr im Wege. Mit Schirm, Witz und Chanson entwickelt sich ein vergnügliches Stück. Theater, zum Spass der Akteure und zur Freude der Zuschauer.{mospagebreak}
Schülerinnen einer Klasse:

Nina: Alexandra Rothfritz
Fabienne: Alina Grimm
Sandra: Cindy Kornek
Karin: Nadine Gill         
Caro: Vanessa Stolz
Greta: Janika Kessel
Julia: Jessica Obst
Bea: Sarah Grundmann
Mireille: Saskia Neumann
Stefan: Yannik Lehn

Die zwielichtigen Gestalten aus der Unterwelt:

Chicago-Paulchen: Nafiz Söyleyen
Hackfleisch-Ede: Maik Kaden  
Harpunen-Max: Max Lohner
Der Denker: Felix Kraiczek
Die flotte Lotte: Nicole Schneider
Elvira: Sarah Sanktjohanser
Joujou: Susanne Bromberg                    
Roswitha: Catharina Hänschke
Bargäste: Swenja Groß,Luisa Sarnataro

Vertreter der staatlichen Gewalt:
Meier IV: Anna Heckele
Bachofner: Lars Patschke

Dienstbare und andere Geister auf Schloss Knochenstein:
Jolanda: Sophie Dany
Waldemar: Michel Kugler
Eleonore Mathilda   Sarra Dizri

Der große Unbekannte:
J   James S Siegenthaler jun.: Rudolf Antoun

Beleuchtung: Benjamin Heim, Christian Zill
Kulissen: Tanja Izaak, Charlotte Metzner und Schüler
Musikalische Einstudierung: Carolin Hees, Thomas Breuning
Souffleuse: Melanie Rudath                         
Regie: Gülcan Keles, Hans-Martin Vogt
Gesamtleitung: Hans-Martin Vogt


 
 

Kontakt

Leopold-Feigenbutz-Realschule (LFR)

Am Gänsberg 2

D-75038 Oberderdingen


Tel.: 07045-96110

Fax: 07045-961199

Mail: schule 'at' lfr.de

 

 

 
Besucher seit 04.11.2008: 5627656