Blütenträume

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Alter schützt vor Liebe nicht

 

Theater-Premiere des Lehrerensembles an der LFR mit „Blütenträume“
Ein Flirtkurs für Singles über 55 – die Komödie mit dem Titel „Blütenträume“ lockte über 300 Gäste zu den beiden Theateraufführungen in die Oberderdinger Leopold-Feigenbutz-Realschule (LFR). Auf der Bühne übten sich erstmals acht Lehrer der LFR in Sachen Partnerfindung. Sie verkörperten ihre Rollen so glaubwürdig, dass selbst die Schüler im Publikum nur staunen konnten.
Die Flirtkursleiterin Jana, gespielt von Dajana Schenker, gibt sich große Mühe mit den Teilnehmern des Kurses „55plus“. Innovative Gruppenübungen sollen die Singles auf die Erfolgsspur in Sachen Partnerfindung bringen. Ob ihre Tipps von den lebenserfahrenen Teilnehmern akzeptiert werden? Dass die Seniorengruppe bald einen Aufstand plant, ist nicht verwunderlich. Zu viele Eigenarten zeichnen die Charaktere aus:
Die Professorengattin Frieda (Sonja Jäger) ist Witwe. Sie hatte zuvor vier Jahre lang ihren Mann gepflegt, der an Alzheimer erkrankt war. Die zweite Witwe ist Gila (Caroine Hees), auch sie möchte sich wieder dem Leben zuwenden. Unsicher, ob sie überhaupt einen Partner braucht, ist sich die Bibliothekarin Britta (Romy Brosig). Ganz im Gegensatz zu Julia (Teresa Müller). Die junge Karrierefrau hat ihr Privatleben dem Beruf geopfert – das beklagt sie so tränenreich, dass man mit ihr fühlt. Schließlich ist sie nur in der  „55plus“-Runde gelandet, weil das Kursangebot für die Dreißigjährigen nicht zustande kam. Hans-Martin Vogt, Leiter des Theaterensembles, stellte den pensionierten Schulleiter dar, der eine Gefährtin für seine nachberufliche Lebenszeit sucht. Die arrogant besserwisserischen Züge, würzte Vogt auf köstliche Weise. Den zurückhaltenden, bodenständigen Automechaniker verkörperte Matthias Joos. Als geschiedener Mann gibt er sich immun gegen intellektuelle Spitzfindigkeiten. Vor Altersweisheit strotzt dagegen der Schreiner Ulf, gespielt von Christoph Götz.
Als die junge Gruppenleiterin dem Protest der Senioren nicht mehr standhalten kann, kommt es zum vorzeitigen Abbruch des Flirtkurses. Das Flirten hat sich somit offenbar erledigt.
Die Kursteilnehmer treffen sich aber noch einmal zu einer Abschlussparty in der Wohnung der Professorengattin. Es wird getanzt und gerockt, gleichzeitig geht es ans Eingemachte. Angeheitert reden die Singles hemmungslos Tacheles:  Als Frieda in Einzelheiten das Leben mit ihrem demenzkranken Mann schildert, wird es mucksmäuschenstill im Foyer der LFR. Auch bei der 35-jährigen Julia zerbricht so manche Traumvorstellung von liebevoller Hingabe und wahrer Liebe.
In dieser feucht-fröhlichen Stimmung nimmt die Idee einer Alters-WG Gestalt an. Am Ende muss sich der reizende Gedanke zwar der Realität unterordnen, weil sich die Wege der Senioren trennen. Umso hoffnungsvoller stimmt es, als Schreiner Ulf der Witwe Frieda auf sehr charmante Weise seine zukunftsweisende Freundschaft anbietet.
Den Darstellern der Lehrergruppe ist es gelungen, die unterschiedlichen und facettenreichen Charaktere auszuleuchten und das Publikum mit viel Spielwitz in ihren Bann zu ziehen. Zur Stabilität der Akteure trug die Souffleuse (Marie Valentin) bei. Ein stimmiges Bühnenbild (Hans-Martin Vogt) und eine gut ausgeleuchtete Bühne (Steffen Faaß) machten die Aufführung für das Publikum auch zu einem optischen Genuss.
Lisa Reiff

 
 

Kontakt

Leopold-Feigenbutz-Realschule (LFR)

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