Ein Drama zum Wachsen

 

Theater-AG der Leopold-Feigenbutz-Realschule zeigt Liebesgeschichte vor düsterer Kulisse

Kein Job, kein Geld, keine Zukunft, keinen Plan: so sieht das Leben der Jugendlichen im Jahr 2035 aus – zumindest im Theaterstück „Dash 4 Zoe“ von Joachim Paech, das die Realschüler aus Oberderdingen vergangene Woche gleich drei Mal auf die Bühne brachten. Eindrucksvoll stellte die Theater-AG der Leopold-Feigenbutz-Realschule (LFR) eine gespaltene Gesellschaft dar, in der das Zusammenleben von reichen „Subbies“ und armen „Chippies“ unmöglich scheint. Zumal die Leute von Kameras und der Geheimpolizei überwacht werden und eine kriminelle Bande im Namen der armen Gesellschaftsschicht mit Baseballschlägern für Gerechtigkeit sorgt.
In dieser Welt verlieben sich Zoe und Dash. Die Tochter aus der reichen Unternehmerfamilie, gespielt von Svenja Watzl, hat Aussicht auf „eine goldene Zukunft“. Ganz im Gegenteil zu Dash, verkörpert von Jonas Reiff, dessen Vater als Alkoholiker glaubwürdig über die Bühne torkelt. Als Dash vor seinen Eltern zugibt, eine der „Subbie-Tussis“ zu lieben, gerät er fortlaufend in Schwierigkeiten. Mutter und Schwester wollen ihn davon abhalten, das Mädchen heimlich zu treffen – immerhin der betrunkene Vater (Dominik Dörr) lallt: „Der kämpft wenigstens noch, das hat er von mir“, und schlägt sich mit der leeren Weinflasche auf die Brust. Der Junge trifft Zoe, die beiden werden aber von der Geheimpolizei erwischt. Zoe wird schließlich per Großfahndung gesucht und Dash bemerkt trocken mit dem Flugblatt in der Hand: „Jetzt hab ich endlich ein Bild von dir. 10 Millionen Dollar bist du wert, das is‘ doch auch was.“
Wie die moderne Liebesgeschichte für Dash und Zoe ausgeht, erfährt das Publikum in der Aula der LFR nicht. Die Schauspieler der Theater-AG blicken nun zurück auf insgesamt vier Aufführungen – angefangen bei der Eröffnung der Schultheaterwoche im Karlsruher Sandkorntheater. Der Leiter der AG, Hans-Martin Vogt schätzt das Engagement seiner Truppe und sagt: „Es freut mich, dass so viele mitmachen und sich einbringen.“
Die Theaterarbeit an der Oberderdinger Realschule findet in diesem Schuljahr erstmals ihren Höhepunkt mit den Aufführungen von „Blütenträume“,  gespielt vom Lehrer-Ensemble am 17. Juli und am 18. Juli um 20 Uhr.

Erschienen den Brettener Nachrichten (BNN) am 11. Juni 2014, von Lisa Reiff

 
 

Kontakt

Leopold-Feigenbutz-Realschule (LFR)

Am Gänsberg 2

D-75038 Oberderdingen


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