< Wunderschönes Weihnachtskonzert
16.01.2017 14:19 Alter: 312 Tag(e)
Von: Nathalie Strobel

1 Jahr im Ausland: Natalie in den USA


Hier ein Zwischenbericht von Natalie, die im Sommer 2016 an der LFR ihren Abschluss gemacht hat und über ein Stipendium für ein Jahr in die USA gegangen ist:

Name: Natalie Strobel
Gastland: USA, Pennsylvania
Stipendiengeber: BlANCO GmbH + CoKG

Die Zeit vergeht wie im Flug


Vor etwa fünf Monaten hat mein Austauschjahr angefangen. Das bedeutet, dass es schon Halbzeit ist. Die Zeit vergeht viel zu schnell. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich nicht mehr warten konnte dass es endlich los geht und nun ist schon die Hälfte vorbei.

Nach einer Nacht in New York ging mein Abenteuer dann endlich los. Wir sind mit dem Bus für ungefähr 10 Stunden nach Pennsylvania gefahren. Als wir endlich dort angekommen sind konnte ich es kaum noch erwarten meine Gastfamilie endlich zu treffen. Ich lebe mit meinen Gasteltern, meiner 2 Jahre jüngeren Gastschwester, 4 Katzen und 2 Hunden in Gibsonia, im US-Bundesstaat Pennsylvania. Von Anfang an habe ich mich sehr gut mit meiner Familie verstanden und ich habe mich auch ziemlich schnell in meinem neuen Zuhause wohlgefühlt. Trotz allem waren die ersten Tage sehr ungewohnt für mich. Ich war sehr aufgeregt und in vielen Situation ziemlich überfordert. Vor allem waren Alltagssituationen, wie sich selbst am Kühlschrank zu bedienen oder einfach duschen zu gehen ziemlich gewöhnungsbedürftig. Das Ganze hat sich jedoch schnell gelegt und nach ein bis zwei Wochen war alles wieder alltäglich, was vorher ziemlich neu für mich war. Dazu gehören zum Beispiel auch die ganzen typisch amerikanischen „Neighborhoods“, amerikanische Restaurants, riesige Supermärkte und und und...

Nachdem ich mich dann gut eingelebt habe, fing auch schon die High School für mich an. Zum einen habe ich mich riesig gefreut und zum anderen war ich ziemlich angespannt, da ich keinen Plan davon hatte wie es ablaufen wird und ob ich alle Klassen finde werde. Die erste Woche war ziemlich chaotisch. Ich habe mich ein paarmal verlaufen während ich mit einer Karte durch die Schule gelaufen bin. Meinen Stundenplan habe ich dreimal geändert bis ich dann endlich zufrieden war. Die Schule ist meiner Meinung nach einer der größten Unterschiede im Vergleich zu Deutschland. Jede Stunde wird das Klassenzimmer gewechselt und man hat sozusagen eine neue Klasse die aus 9., 10., 11. und 12. Klässlern gemischt sein kann. Man bekommt hier sogar Noten für Hausaufgaben, wodurch man aber relativ leicht auch gute Noten bekommen kann.
Die ersten Wochen an der Schule waren sehr hart und ungewohnt. Meine Schule hat ungefähr 2000 Schüler, was für meine Verhältnisse sehr groß ist. Außerdem braucht es seine Zeit um gute Freunde zu finden, was für mich jedoch sehr wichtig ist.
Jetzt habe ich mich an das ganze gut gewöhnt und habe vor allem auch sehr gute Freunde gefunden.
Ich habe schon so unglaublich viel in dieser kurzen Zeit erlebt. Unter anderem habe ich „Thanksgiving“ gefeiert, Feiertage wie Weihnachten und Silvester ganz anders als in Deutschland verbracht. Ich war „Black Friday“ shoppen, hatte meinen „Homecoming Ball“ und habe eine ganz neue Kultur kennengelernt.  
Ich kann mich gar nicht entscheiden was bis jetzt mein größtes Erlebnis war. Eins davon waren auf jeden Fall die American Football Spiele. Die ganze Schule kommt zusammen um unser Team anzufeuern. Jedes Spiel hat ein anderes Thema und der „School Spirit“ ist einfach nur beeindruckend.
Mein wahrscheinlich größtes Highlight bis jetzt war der „Homecoming Ball“.  Am Anfang des Abends haben wir uns in einer großen Gruppe getroffen um Bilder zu machen. Danach sind wir dann alle zusammen zu „Ichiban“ essen gegangen (dort kochen sie das Essen genau vor deinem Tisch). Von da aus ging es dann zum Ball und danach auf eine Afterparty. Wir hatten alle so viel Spaß und ich hätte wo möglich kein besseres „Homecoming“ haben können.

Das Beste an meinem Auslandsjahr sind jedoch die Menschen, die dieses so unglaublich schön machen. Ich habe eine zweite Familie und Freunde auf der ganzen Welt. Ich habe nicht nur Freunde in Deutschland und in den USA, sondern durch AFS auch Freunde aus Italien, Japan, Argentinien, Mexico, Finnland und vielen anderen Ländern kennen gelernt.

Leider gibt es jedoch auch Momente im Auslandsjahr, die nicht ganz so perfekt sind. Die Jugendlichen hier  haben alle sehr viel zu tun nach der Schule und auch am Wochenende. So gut wie jeder macht täglich Sport oder hat andere Aktivitäten. Das bedeutet dass man nicht ganz so viel mit Freunden unternimmt wie man es aus Deutschland gewöhnt ist. Außerdem gibt es hier so gut wie keine öffentlichen Verkehrsmittel und nicht viele Events außerhalb der Schule. Das führt ab und zu dann dazu, dass mal Heimweh aufkommt.
Solche Tage gehören jedoch zu jedem Auslandsjahr dazu. An diesen Tagen habe ich bis jetzt wahrscheinlich sogar das Meiste gelernt.
Zum Beispiel freue ich mich viel mehr über die kleinen Dinge und ich habe gelernt alles was ich habe, auch meine Familie und Freunde in Deutschland noch mehr zu schätzen als ich es sowieso schon tue.

Ich habe allein in den ersten fünf Monaten schon so unglaublich viel erlebt und Menschen kennen gelernt die mir sehr wichtig geworden sind. Ich freue mich auf meine verbleibende Zeit hier in den USA und alles Weitere das in meinem Auslandsjahr noch vor mir liegt.

Am Schluss noch einmal herzlichen Dank an AFS, meine Familie und der Firma BLANCO und selbstverständlich auch an meine Gastfamilie, die mir dieses unvergessliche Jahr ermöglichen.


 
 

Kontakt

Leopold-Feigenbutz-Realschule (LFR)

Am Gänsberg 2

D-75038 Oberderdingen


Tel.: 07045-96110

Fax: 07045-961199

Mail: schule 'at' lfr.de

 

 

 
Besucher seit 04.11.2008: 4610449