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15.09.2017 13:52 Alter: 94 Tag(e)
Von: Natalie Strobel

Das Jahr meines Lebens: „The best days of my life“


Unser Abschlussball "Prom"

Unser Abschlussball "Prom"

Meine Gastfamilie

Meine Gastschwester und ich

Graduation mit meinen besten Freunden

Mein Willkommenskomitee in Frankfurt am Flughafen

Name: Natalie Strobel
Gastland: USA, Pennsylvania
Stipendiengeber: BLANCO GmbH + CoKG


In den letzten Monaten meines Auslandsjahres in den USA, habe ich wieder so unglaublich viel erlebt. Dem entsprechend ging die Zeit auch wie im Flug vorbei. Ich war Snowboard fahren mit dem Skiclub unserer Schule, ich war bei den Niagara Fällen und hatte weitere Schulbälle. Ich war auch auf vielen Trips in den letzten Monaten. Als aller erstes bin ich mit meiner Gastfamilie nach Ohio. Außerdem sind wir auch nach New Jersey, Wildwoods, gefahren, wo meine Gastschwester Brianna an einer “Baton Competition“ teilgenommen hat und dort auch den ersten Platz erzielte.
Anfang Mai hatte ich dann die Gelegenheit mit AFS und vielen anderen Austauschschülern für eine Woche nach New York City und Washington DC zu reisen. Es war ein unvergesslicher Trip! Ich habe so viel erlebt und ich habe Freunde von der ganzen Welt gefunden. Wir haben eine Menge besichtigt und haben auch eine Bootsfahrt um NYC bei Nacht gemacht.
Ein weiteres Highlight war, als ich dem “Lacrosse Team“ meiner Schule beigetreten bin. Lacrosse lässt sich mit Feldhockey vergleichen, nur dass man Lacrosse sozusagen in der Luft spielt und den Ball mit seinem Stick fangen muss. Durch Lacrosse habe ich viele neue Leute kennen gelernt und habe jeden Tag mit meinem Team trainiert. Das viele Training hat sich aber auf jeden Fall ausgezahlt, denn wir wurden “Section Champs“ und durften in den so genannten “States Meisterschaften“ spielen.

Das Schuljahr ging dann auch schon langsam zum Ende und „Prom“ stand vor der Tür. Prom ist ein amerikanischer High School Ball auf den sich jeder Schüler schon das ganze Jahr über freut. Der Ball ist jedoch nur für Juniors und Seniors (11. und 12. Klasse). Jüngere können nur auf den Ball wenn sie von einem Oberschüer gefragt werden. Das lange Warten hat sich jedoch sowas von gelohnt. Der Ball war ziemlich genau so wie man sich es ausUS- Filmen vorstellt. Wir haben uns in einer großen Gruppe getroffen um Bilder zu machen und an einem so genannten “Prom Walk“ teilgenommen, an dem unsere Eltern und Freunde die ganzen ausgefallenen langen Kleider begutachten konnten. Danach ging es dann mit dem Bus nach Pittsburgh, wo unser Ball in einem riesigen Gebäude stattfand, das nach dem Motto “Old Hollywood“ geschmückt war. Jeder Senior hatte seinen eigenen Stern mit seinem Namen darauf  wie auf dem Walk of Fame in Los Angeles. Außerdem gab es auch Fotoboxen, ein riesiges Buffet, einen DJ und eine große Tanzfläche. Den Abend haben wir dann bei einer Freundin im Pool ausklingen lassen.
Auch zum Ende des Schuljahres gehört “Graduation“, der High School Abschluss in den USA. Dieser war dann Anfang Juni. Bei meiner Schule hatten alle Jungs grüne „cap and gowns“ und alle Mädchen weiße. Denn weiß und grün sind die Schulfarben meiner Schule, Pine-Richland. Auch hierfür haben wir uns vorher getroffen um Bilder zu machen und sind dann zu dem Football Stadion unserer Schule. Die ganze Tribüne war voller Zuschauer. Jeder Senior wurde einzeln nach vorne gerufen und bekam sein Zeugnis überreicht. Am Ende haben alle, wie man es kennt, ihre Kopfbedeckungen nach oben geworfen.
Es war auf der einen Seite doch sehr traurig als mir bewusst wurde, dass dieser Tag der letzte an der Pine-Richland war, aber auf der anderen Seite war es auch eine der besten Erfahrungen die ich während meines Auslandsjahres sammeln durfte.

Die letzten Wochen und Tage meines Jahres, habe ich dann nochmal richtig ausgenutzt. Ich war in Freizeitpark “Kennywood“ mit meinen Freunden, bin mit meiner Gastfamilie nach Virgina gereist, war Kanu fahren und auch campen. In meiner letzten Woche hatte ich eine Abschiedsparty mit allen meinen Freunden. Es war so schön, aber natürlich sind auch eine Menge Tränen geflossen. An dem Tag habe ich zum ersten Mal wirklich realisiert, dass mein Jahr jetzt zu Ende geht. Meine Freunde haben mir zusammen ein Abschiedsbuch gebastelt, in dem jeder eine Seite geschmückt hat mit Bildern und einem langen Text.
Schneller als ich glauben konnte, kam dann auch schon mein Abreisetag. Morgens bin ich mit zwei meiner besten Freunde und meiner Gastfamilie frühstücken gegangen. Wir haben Abschiedsgeschenke ausgetauscht und noch den restlichen Tag zusammen verbracht. Bevor wir dann zum Abfahrtsort gefahren sind, hat meine Gastmutter mir mein Lieblingsessen gemacht. Am Abfahrtsort angekommen, habe ich dann die ganzen anderen Austauschschüler von Western Pennsylvania getroffen. Eine Stunde hatten wir Zeit um uns von unseren Familien zu verabschieden, bevor wir dann 10 Stunden mit dem Bus nach New York zum JFK Flughafen gefahren sind. Die Verabschiedung war schwerer als gedacht. Alle haben so viel geweint und niemand konnte es wirklich realisieren, dass es nun zu Ende war.
Auf dem Heimflug habe ich dann die ganzen Austauschschüler wieder getroffen, die ich beim Hinflug kennen gelernt habe. Nach 7 Stunden Flug haben auch schon meine Familie und Freunde in Frankfurt am Flughafen mit riesen Willkommens-Plakaten auf mich gewartet. Als wir dann endlich daheim ankamen und ich das Garagentor aufgemacht habe, waren dort alle meine Freunde und meine ganze Familie die eine Überraschungsparty für mich organisiert hatten. Es war unfassbar alle wieder zu sehen.
Während meinem Auslandsjahr gab es auf jeden Fall genug Momente, in denen ich Heimweh hatte und Deutschland sehr vermisst hab. Genauso habe ich auch die deutsche Kultur vermisst, da es doch relativ viele Unterschiede zwischen den beiden Kulturen gibt. Mögen es auch nur kleine Dinge wie das Essen oder öffentliche Verkehrsmittel sein. Es hat mir auf jeden Fall gezeigt dass ich es sehr gut in Deutschland habe und ich habe dadurch auch gelernt die kleinen Dinge im Leben mehr zu schätzen.
Alles in allem war mein Auslandsjahr besser als ich es mir je erhoffen konnte und höchstwahrscheinlich eines der besten Jahre meines Lebens. Ich kann es jetzt schon kaum erwarten meine Gastfamilie und meine Freunde bald wieder zu sehen.

Am Schluss noch einmal herzlichen Dank an AFS, meine Familie, der Firma BLANCO und selbstverständlich auch an meine Gastfamilie, die mir dieses unvergessliche Jahr ermöglicht haben.


 
 

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