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06.02.2006 06:42 Alter: 13 Jahr(e)

Projekt der 7c

Feste und Riten des Judentums - ein Projekt der 7c
Die Klasse 7c der LFR führte im Oktober 2005 ein Projekt zum Thema "jüdische Feste, Feiertage und Riten" durch. Nach einer Einführung verschafften sich die Schüler aus bereitgestellten Materialien oder an Computern zunächst einen Überblick über die vielfältigen jüdische Feste und Gebräuche.

   


Nach einer Einführung verschafften sich die Schüler aus

bereitgestellten Materialien oder an Computern zunächst einen Überblick

über die vielfältigen jüdische Feste und Gebräuche. Anschließend

widmeten sie sich in den selbst gewählten Gruppen vertiefend einem

Aspekt des Themas.  Sie wählten dabei aus unterschiedlichen

Themenbereichen, so z.B. jüdische Feste wie Jom Kippur, Sukkoth,

Pessach oder jüdische Bräuche wie die jüdische Hochzeit, Bar Mitzwa/Bat

Mitzwa, jüdische Speisegebote. Die einzelnen Gruppen erstellten

selbstständig einen Arbeitsplan, verteilten die Verantwortungsbereiche

und bestimmten ihre Produkte.


 

 

Während der Projekttage wurde in verschieden Räumen auf

unterschiedlichste Weise gearbeitet und gelernt. Es wurde recherchiert,

geschrieben, gemalt, gesägt und gebacken. Dabei wurden Plakate,

Power-Point-Präsentationen, ein Modell einer Sukka, jüdische

Kopfbedeckungen und Haman-Taschen erstellt.


 

 

Durch die Projektarbeit konnten verschiedene Kompetenzen und

Fähigkeiten gefördert werden. Die Schüler wurden zu einem

selbstgesteuerten und verantwortungsvollen Arbeiten hingeführt. Das

Arbeiten im Team wurde verbessert.

 

Am letzten Vormittag stellten die Klassen im Rahmen einer Präsentation

ihre Ergebnisse und  Produkte vor. Im Anschluss daran wurde die

Projektwoche von den Schülern selber bewertet und im Hinblick auf das

Erreichte kritisch reflektiert. 

 

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Eine Exkursion zur Karlsruher Synagoge schloss in der darauf folgenden

Woche das Projekt ab. Christof und Maik haben dazu folgenden Beitrag

geschrieben:


Besuch in der Synagoge in Karlsruhe.


 

Von außen erinnerte die Synagoge ein bisschen an ein ganz normales Zweifamilienhaus.

 

Am Eingang empfing uns ein Mitglied der Jüdischen Gemeinde. Er erklärte uns, wie man sich in der Synagoge zu verhalten hat:

 

 

  • Männer müssen Kopfbedeckungen tragen
  • Leise sein
  • Keine Fotos während des Gottesdienstes


 

Nachdem alle männlichen Schüler ihre Kopfbedeckungen erhalten hatten, gingen

 

wir in einen großen Saal. Der sah schon etwas mehr nach einer Synagoge aus.

 

Unsere Führerin erklärte uns, dass der Saal die Form des Judensternes habe.

 

 

 

Die Synagoge wird vor allem für die Gottesdienste benutzt. Es finden

dort aberauch Feiern, Besprechungen und Unterricht für die jüdischen

Kinder statt.
                               


 

Dann erzählte unsere Führerin etwas über die Monate der Juden. Im

Judentum gibt es andere andere Monatsbezeichnungen, z.B. Tischri, Adar,

oder Nissan und  Berechung der Monatstage hängt vom Mond ab. Wie

das ganz genau funktionierte, konnte sie uns nicht erklären. Das hätte

vermutlich zu lange gedauert.

 

Nun öffnete sie einen Schrank, drinnen waren fünf sehr wertvolle

Gegenstände, die so genannten Torarollen. Es handelt sich dabei um die

fünf Bücher Mose.  Diese sind für die Juden von großer Bedeutung

und aus ihnen wird im Gottesdienst gelesen.

 

Deshalb durften wir sie nicht anfassen, anschauen schon.


 

 

Da während unseres Besuches das jüdische Fest Sukkot gefeiert wurde,

führte sie uns in die Sukka. Die Sukka wird in Israel normalerweise aus

Palmen erbaut, in Europa werden aber kleine Stöcke und Zweige benutzt.

In der Sukka bekamen wir Brezeln und Apfelsaft.

 

Danach haben wir uns wieder auf die Heimreise gemacht. Es war ein sehr interessanter Vormittag.



 

 

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Mit großem Interesse und viel Engagement setzten sich

die Schüler vier Tage lang mit dem Thema Jüdische Feiertage, Feste und

Riten auseinander.

Die Schüler selbst werten  das Projekt als großen Erfolg. Sie

haben ihrer Meinung nach viele neue Aspekte über das Judentum kennen

und verstehen gelernt. Da die Klasse während der ganzen Zeit nicht (wie

sonst im Religionsunterricht üblich) nach Konfessionen getrennt

war,  stellt das Projekt darüber hinaus ein Beispiel für einen

gelungenen konfessionell-kooperativen Religionsunterricht dar.



 
 

Kontakt

Leopold-Feigenbutz-Realschule (LFR)

Am Gänsberg 2

D-75038 Oberderdingen


Tel.: 07045-96110

Fax: 07045-961199

Mail: schule 'at' lfr.de

 

 

 
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