Neue SchĂĽler

Opens internal link in current windowAnmeldung

< Neuer Schulleiter der LFR
08.05.2006 08:09 Alter: 12 Jahr(e)

Schülertagebuch Spanienfahrt

Im Rahmen unseres neuen internationalen Comeniusprojektes Min-E-Max waren Ende April 2006 sechs Schülerinnen und Schüler aus zwei achten Klasse für eine Woche in der Extremadura in Spanien. Sie wohnten dort in Gastfamilien. An dieser Stelle sollen einige Tagebuchausschnitte von ihnen veröffentlicht werden. Hier das Tagebuch von Stella-Maria Kordokusiaus aus der Klasse 8d:


Mein Tagebuch (geschrieben von Stella-Maria Kordokusi, Klasse 8d; Oberderdingen, den 07. Mai 2006)
Ich erzähl euch mal was von Spanien (was wir in Spanien so alles gesehen haben, wie die Leute so sind, wie wir uns verständigt haben und meine eigene Meinung):


In Spanien waren wir vom 22.04. - 28.04.2006. Diese Tage gingen aber ziemlich schnell vorrüber. Am besten fang ich mit der Abreise an. Ich war ja nicht aufgeregt. Unser Flug ging um 15.10 Uhr von Frankfurt nach Madrid.
Begleitlehrer waren Herr Svoboda und unsere Comenius-Fremdsprachen-Assistentin Frau Simensen (die heute nicht mehr in Deutschland ist, sondern wegen einer Arbeitsstelle zurück in in ihre Heimat Norwegen fahren musste). Der Flug war nicht schlecht. Als wir in Madrid ankamen, mieteten wir einen Kleinbus und fuhren nach Arroyo de la Luz in der Extremadura. Unser Treffpunkt war dort unsere Partnerschule, die I.E.S. Luis de Morales. Dort warteten auf uns unsere Austauschschüler und deren Eltern. Es war ca. 22.30 Uhr, als wir ankamen. Mein erster Eindruck von Spanien: Cool was anderes zu sehen und was Neues für mich. Dann nahmen uns unsere Austauschschüler und wir fuhren zu ihnen nach Hause. Am Anfang hab ich ja nicht besonders viel gesprochen; die Wörter die ich so benutzt habe, waren: yes, no, ok ... Das Wichtigste halt. Die Spanier haben so eine Tradition: Wenn sie jemandes Neues kennen lernen, dann gibt`s zwei Küsse - einen auf die rechte und einen auf die linke Backe, egal ob Mädchen oder Junge. Also mich hat`s ja nicht so besonders gestört; ich fand es eher klasse. In Deutschland würde ein Junge so was nie machen - die stellen sich dafür viel zu an.
Am Sonntag waren Sarah, Banu, Soraya ,Carlos ,Maryluz, Danny und ich Fußballspielen. Das Spiel ging mit 3 zu 3 aus. Mittags machten wir alle zusammen einen Spaziergang durch Arroyo.
{mospagebreak}Am Montag mussten wir um 7. 30 Uhr aufstehen, aßen zum Frühstück eine Kleinigkeit und um 8.05 Uhr gingen wir dann los. Als wir in der Schule ankamen, wurde uns die Schule gezeigt. Also da muss ich ja ganz ehrlich sagen, im Vergleich zu unserer Schule haben wir ja voll den Luxus.


Die Schule in Spanien ist relativ alt und sollte dringends renoviert werden. Dann gingen wir in dir Turnhalle. Die Halle ist eher einen Kletterhalle. Wir waren nicht die einzigen dort. Sarah, Banu, Rudi und ich waren mutig und kletterten mit Sicherung. Das war ja gar nicht mal so schlecht und von den vielen zuschauenden Spaniern haben wir zum Schluss ein kräftiges Applaus bekommen.


Am Dienstag besuchten wie eine Korkfabrik. Dort wurde uns erklärt, wie Korken produziert werden von Anfang bis zum Schluss. Das war ganz interressant.


Nachmittags gingen wir (Sarah, Rudi, Banu, Maryluz, Soraya und ich nach  Cáceres in die Fußgängerzone. Ich hab mir ja nichts besonderes gekauft - nur Kleinigkeiten. Zwei Tage später haben wir uns übrigens die wunderschöne Altstadt von Cáceres angeschaut. Lohnt sich.


Und jetzt fragt ihr euch bestimmt: Wie haben wir uns denn eigentlich verständigen können? Das werde ich euch verraten und zwar folgende Sprachen haben wir benutzt: Englisch, Deutsch, Spanisch.
{mospagebreak}Am Mittwoch waren wir erst mal in einer Englischstunde. Dort mussten wir uns vorstellen (Name, Hobbies ,wie alt wir sind, wo wir wohnen, wie unsere schule heißt und wo sie ist. Das Gleiche mussten die Spanier auch machen. Das Problem aber war, dass sie fast kein Englisch konnten. Die Schüler haben es auf Spanisch gesagt und die Lehrerin hat es dann auf Englisch übersetzt. Nach der Englischstunde gingen wir auf dem Schulhof. Dort waren verschiedene Energiestationen aufgebaut, die wir uns dann ansahen. Die Ideen, die Sonne als Energiestation zu nutzen, waren clever.


Gegen 12.00 Uhr fuhren wir nach Alcántara. Dort besuchten wir ein Kloster von Rittermönchen und die weltberühmte römische Brücke. Sie ist ca. 1900 Jahre alt und wird immer noch für den Verkehr genutzt.


Am Donnerstag war keine Schule, den da wurde ein Schulfest auf auf einer Wiese nördlich von Arroyo veranstaltet. Dort wurden viele Spiel und Wettbewerbe angeboten. Das hat Spaß gemacht.


Als Preis für unsere Wettkampfteilnahme bekamen wir je zwei T-Shirts. Das eine hat vorne das Min-E-Max Logo drauf und hinten werden alle Schulen genannt, die an diesem Projekt teilnehmen. Auf dem anderen T-Shirt steht:  Arroyo de la Luz und das Datum 24 April 2006.


Jetzt möchte ich noch was zum Essen sagen. Mit dem Essen hatte ich kein Problem, nur dass sie mich vollgestopft haben und zwar morgens eine Kleinigkeit (kein Brot). Dann hast du deine Vesper für die Schule bekommen. Jetzt kommt das Härteste: Mittags gab es ein ganz normales Essen. Dann wurde noch gevespert mit Käse und Schinken und dann gab es noch Nachtisch (Schokolade, Joghurt oder Obst). Abends gab es das gleiche noch mal. Ich hab` mich nach dem Essen wie eine vollgestopfte Weihnachtsgans gefühlt. Wenn sie dich fragten: "Do you like?"  (heißt ja eigentlich: "Magst du es?") und du ja sagtest, dann hast du noch mehr auf deinen Teller bekommen. Bei denen heißt "Magst du es?" gleichzeitig "Willst du noch mehr?" Ja so sieht man, wie gastfreundlich die Spanier sind.

Freitag : So jetzt komme ich zum Freitag. Dieser war kein schöner Tag, weil wir ja an diesem Tag nach Deutschland zurück fliegen müssten. An diesen Tag wurde ich zur Schule gefahren. Wir waren die ersten dort, aber nach und nach kamen auch die anderen. Wir hatten alle voll die Gesichter (keine fröhlichen!). Um 8.30 Uhr war es so weit: Wir mussten uns verabschieden. Für mich war das nicht so besonders leicht, weil ich mich dort in Spanien wohl gefühlt habe. Alle haben geweint und waren traurig, sogar die Lehrer und die Eltern der Austauschschüler. Dann kamen noch andere spanische Schüler, die sich von uns verabschiedet haben. Ich wollte nicht gehen. Diese Woche hätte ruhig länger sein können - da hätt ich nix dagegen gehabt. Meine spanische Familie, sagte ich, solle nächstes Jahr zu uns kommen. Ich hoffe dass es nächstes Jahr auch klappt, dass wir wieder nach Spanien gehen können und wenn nicht, dann will  ich alleine gehen.
Also ich muss euch sagen, das war ein schönes Erlebnis ich hoffe, dass dieses Erlebnis sich wiederholt.


 


 
 

Kontakt

Leopold-Feigenbutz-Realschule (LFR)

Am Gänsberg 2

D-75038 Oberderdingen


Tel.: 07045-96110

Fax: 07045-961199

Mail: schule 'at' lfr.de

 

 

 
Besucher seit 04.11.2008: 4716482