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Kooperationsklasse an der LFR

Kooperationsklassen an der LFR

RealschülerInnen und SchülerInnen mit einer geistigen Behinderung lernen gemeinsam
Seit dem Schuljahr 2009/10 werden ein bis zwei Klassen der Opens external link in new windowEduard-Spranger-Schule, einer Schule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche, an der Leopold-Feigenbutz-Realschule unterrichtet.

Die Zusammenarbeit

Das gemeinsame Lernen von SchülerInnen mit und ohne Behinderung wird an der LFR in der Organisationsform der Außenklassen realisiert.

Unsere Außenklassen

  • sind Klassen der Eduard-Spranger-Schule Oberderdingen, einer Schule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche
  • alle SchülerInnen haben eine geistige Behinderung und werden nach dem Bildungsplan der Schule für Geistigbehinderte unterrichtet
  • die beiden Klassen werden von SonderschullehrerInnen geführt und von einer jungen Frau im Freiwilligen Sozialen Jahr unterstützt

Die Kooperations- bzw. Partnerklassen

  • sind reguläre Klassen der Leopold-Feigenbutz-Realschule
  • die Schülerinnen und Schüler werden nach dem Bildungsplan für Realschulen von RealschullehrerInnen unterrichtet

Der gemeinsame Unterricht
Der Kooperationsunterricht findet grundsätzlich mit einem Lehrerteam statt (RealschullehrerIn und SonderschullehrerIn). Die fachlichen Lerninhalte orientieren sich am Bildungsplan der Realschule. Die Aufgabenstellungen für die Schülerinnen und Schüler mit einer geistigen Behinderung werden dabei auf deren Lernvoraussetzungen angepasst. Wir versuchen möglichst viel gemeinsam zu unterrichten, um auf diese Weise umfangreiche gemeinsame Erfahrungen miteinander aufbauen zu können. Die Schülerinnen und Schüler werden jedoch auch so viel wie nötig getrennt unterrichtet, um die Bildungsziele und -vorgaben der jeweiligen Bildungspläne gewährleisten zu können. Durch die Kooperation sollen keine Nachteile im schulischen Lernen für die beiden Schülergruppen (Realschülerinnen und -schüler und Sonderschülerinnen und -schüler) entstehen.

Eine Zusammenarbeit der Partnerklassen findet darüber hinaus auch projektbezogen in weiteren Unterrichtsfächern statt, wenn sich dies thematisch anbietet.

Projektbezogene Kooperationen finden bzw. fanden statt in

  • Deutsch
  • NWA
  • Mathematik
  • EWG
  • Technisches Arbeiten
  • MuM

weitere Kooperationsfelder sind

  • Projektwochen
  • die 3 Projektwochen in jedem Schuljahr werden gemeinsam gestaltet. Themen waren beispielsweise Tiere im Winter, Radio, Instrumente bauen, Kulissenbau für das Schultheater und Gewalt- und Suchtprävention
  • Ausflüge
  • Landschulheimaufenthalte
  • Klassenpflegschaftssitzungen
  • Elterncafés, gemeinsames Grillen, Adventsfeiern. ...
  • Aktionen/ Verkaufsstände bei Schulfesten, örtlichen Veranstaltungen
  • Auftritte mit dem Chor

Räumliche Bedingungen
Die beiden Partnerklassen haben jeweils ein eigenes Klassenzimmer. Die beiden Klassenzimmer grenzen aneinander, so dass die Schülerinnen und Schüler sich leicht treffen können. Für den Kooperationsunterricht wird entsprechend der jeweiligen Unterrichtsaktivität entweder das Klassenzimmer der Realschulklasse, das der Außenklasse oder beide (bei Gruppenarbeiten) genutzt.

Pädagogische Zielsetzungen

  • Vielfalt als Normalität und Chance begreifen, "Es ist normal, anders zu sein" (Paul Coelho)
  • Aufbau von gegenseitigem Verständnis, Abbau von Vorurteilen
  • Erziehung zu sozial kompetentem Handeln
  • Entwicklung von Toleranz, Rücksichtnahme und Geduld
  • Lernen, eigene Grenzen zu setzen und Grenzen bei den anderen einzuhalten

Vorteile für die Realschülerinnen und -schüler:

  • kleinerer Klassenverband
  • bessere Akzeptanz von Individualität
  • leistungsschwächere oder schüchterne Schülerinnen sowie Schüler mit Außenseiterrollen fühlen sich oft aufgefangen und weniger ausgegrenzt
  • Lerninhalte werden besser verstanden, indem sie Außenklassenkindern erklärt werden
  • vermehrt handlungsorientierte und anschauliche Unterrichtsmethoden
  • Der Umgang mit Behinderung und behinderten Menschen wird zu etwas Normalem, Berührungsängste werden abgebaut
  • richtiges Helfen wird gelernt (Hilfe zur Selbsthilfe)

Vorteile für die Außenklassenkinder:

  • Normalität erleben: Orientierung an Verhaltensweisen, Interessen, der Peer-Group
  • Lernen durch Nachahmen
  • Realschülerinnen und -schüler sind sprachliche Vorbilder
  • Gleichaltrige sind oft die besseren Lehrkräfte
  • erweiterte Lerninhalte
  • große Gruppe bringt mehr Spaß und bietet erweiterte Möglichkeiten beim Musizieren, Tanzen, Spielen und Sport
  • Selbständigkeit wird gefordert und gefördert
  • Rückmeldungen durch Gleichaltrige (beispielsweise bezügl. des Verhaltens)

(Text: D. Stürner,Opens external link in new window Eduard-Spranger-Schule)

 
 

Kontakt

Leopold-Feigenbutz-Realschule (LFR)

Am Gänsberg 2

D-75038 Oberderdingen


Tel.: 07045-96110

Fax: 07045-961199

Mail: schule 'at' lfr.de

 

 

 
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